Hongkong 香港

Posted in: Asien Deutsch Jan 3 2012

Meine Tage in Guangzhou verbrachte ich vorallem mit langen Streifzügen durch die Stadt. Nach zwei Monaten in der Wüste kommt es einem wie ein Sprung in eine andere Welt vor. Viel Verkehr, Lärm, Strassenhändler, Hochhäuser, tropische Parks, mildes Klima und riesige Fischmärkte trifft man hier. Guangzhou ist eine Stadt im Süden der Volksrepublik China mit 3.152.825 Einwohnern im geographischen Stadtgebiet und 7.950.000 Einwohnern im administrativen Stadtgebiet. Sie ist Hauptstadt der Provinz Guǎngdōng (auch als „Kanton-Provinz“ bekannt) sowie ein bedeutender Industrie- und Handelsstandort. Das Wahrzeichen der Stadt ist eine Statue mit fünf Ziegen.Es wird angenommen, dass das Gebiet um Guangzhou bereits im 9. Jh. v. Chr. besiedelt wurde. Während der Qin-Dynastie war die Stadt die Hauptstadt der Präfektur Nanhai.Lange Zeit war Guangzhou Ausgangspunkt der so genannten „Seidenstraße auf dem Meer“. Über den Seeweg unterhielt die Stadt Handelsbeziehungen mit südasiatischen Ländern wie Indien und Arabien.
Mich faszinierten besonders die Tempel sehr. Die meisten kann man für einen kleinen Beitrag besichtigen und den Mönchen und Nonnen dabei beim Gebet oder Lesen zuschauen.

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Der Eingang zum Tempel wird von vier Dämonen bewacht. Die Leute verbrennen vor den Statuen haufenweise Räucherstäbchen. Dadurch wird die ganze Anlage meistens in einen grauen Schleier eingehüllt.

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In einem dieser Tempel lernte ich Jay kennen. Er hat in der Nähe von Shanghai Marketing studiert und für eine chinesische Automarke ein Jahr im Iran gearbeitet. Wir liefen einen halben Tag planlos durch die Stadt und tauschten Erfahrungen über unsere Iran Erlebnisse aus. Er hat als Bonus von seiner Firma ein paar zusätzliche Tage Urlaub bekommen und besucht jetzt hier in Guangzhou seine ehemaligen Studienkollegen. Die einzige Moschee in der Stadt ist offiziell nur für Muslime geöffnet. Als wir davor standen, kamen drei Männer zum Eingang und nahmen uns mit rein. Dem Wachmann am Tor erklärten sie, dass wir Freunde des Islams seien. So geht das! Einer von ihnen ist ein Türke, der in Deutschland aufgewachsen ist und nach seinem Studium in Frankreich hier her kam. Er freute sich riesig, mit mir ein bisschen Französisch sprechen zu können und zeigte uns gleich die ganze Moschee. Dieser Besuch hatte meine und Jays Meinung über die Muslimen mit ihrer offenen und herzhaften Gastfreundlichkeit nochmals bestätigt.Wir verabredeten uns gleich nochmals für den nächsten Tag. Dabei stellte er mich seinen Freunden vor. Zusammen besuchten wir das Mausoleum des Nanyue-Königs.

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Es wurde 1983 entdeckt, als überraschend Arbeiter bei Bauarbeiten für eine Shopping Mall ein altes Königsgrab fanden. Es enthält das Grab von Zhao Mo, dem zweiten König von Nanuye und Enkel des legendenumwobenen Qin-Generals Zhao Tuo, den der Kaiser 214 v. Chr. in den Süden schickte, um die dortigen Unruhen niederzuschlagen. Zhao Tuo errichtete einen souveränen Staat, das Königreich Nanuye. Guangzhou war seine Hauptstadt.

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Für mich war es auch spannend die Einstellung von Jay zu seinem Land zu hören. Er liebt seinen Job. Nur nervt ihn, dass er sich kreativ nicht ausleben kann. Alles wird nach seiner Ansicht zensuriert. Er erhofft sich mit seiner Arbeit im Iran, vielleicht eines Tages die Chance zu bekommen im Ausland arbeiten zu können. Am liebsten wäre ihm ein Land, wo Menschenrechte eingehalten werden. Nach dem Museumsbesuch liefen wir noch durch den Yuexiu Park und verabschiedeten uns anschliessend.
Am Sonntag war es dann endlich soweit. Mein Velo und das meiste Gepäck deponierte ich in der Jugendherberge und nahm den Bus nach Hong Kong. Der Grenzübertritt verlief völlig unkompliziert. In Hong Kong kann man sich ohne Visa für 90 Tage aufhalten. Was für ein Luxus! Nach 5 Stunden stand ich vor dem Hostel auf Hong Kong Island. Guangzhou war für mich schon eine riesige Stadt. Doch Hong Kong topt diese bei weitem. Mit hungrigem Magen lief ich in den ersten Supermarkt und traute meinen Augen kaum. Lebensmittel aus der ganzen Welt kann man hier kaufen. Sogar Schoggi, Käse und Joghurt aus der Schweiz. Natürlich hat alles seinen Preis. Das war mir in diesem Moment aber ziemlich egal. Mein Gaumen erlebte ein richtig kulinarischen Höhenflug. Ein schönes Gefühl. Gleich am Montag ging es zum Visa Büro. Obwohl schon eine Stunde vor der Öffnung sich eine riesige Schlange am Eingang bildete, verlief alles ziemlich speditiv. Die Dame wollte mir nur ein dreissig Tage Visa ausstellen. Da kann man nichts machen. Anschliessend besuchte ich im Central Placa das schweizerische Konsulat. Es befindet sich im 62. Stock. Mit einem High Speed Lift gelangt man dorthin. Die Aussicht auf die Stadt ist atemberaubend und die Dame vom Konsulat sprach sogar Schweizerdeutsch. Wie schön! Nachdem ich am nächsten Tag mein neues China Visa abholen konnte, ging es direkt zum mongolischem Konsulat. Der Mitarbeiter half mir persönlich beim ausfüllen des Antragformulars. Jedoch wollte er mir kein 90 Tage Visa ausstellen. Man kann höchstens 30 Tage bekommen. Nach langer Erklärung willigte er ein, für mich einen Antrag in Ulanbataar zu stellen. Er werde mich per Mail benachrichtigen. Leicht niedergeschlagen verliess ich das Konsulat. Mir waren die Hände gebunden. Ich konnte nur abwarten. So verbrachte ich die nächsten Tage hauptsächlich mit warten und schmieden von neuen Reiseplänen. Am Freitag hatte der liebe Mann immer noch nichts gehört. Das war die Todesnachricht für mein Mongolei Projekt. Ich entschloss, mein Plan B in die Tat umzusetzen: ab nach Südostasien! Es ist sowieso viel wärmer dort unten. Die Kälte kann mich mal!
Am Samstag war es dann endlich soweit. Genau auf Heillig Abend landeten meine Familie nach über zehn Stunden Flug in Hong Kong. Es war wunderschön nach so langer Zeit alle zu sehen. Vom langen Flug waren alle ziemlich müde. Nach einem Besuch im indischen Restaurant ging es deshalb direkt ins Hotel zurück. Leicht erholt machten wir am darauf folgendem Tag einen Spaziergang durch Kowloon. Vom Star Ferry Pier aus hat man eine tolle Aussicht auf Hong Kong Island. Vom International Commerce Center aus genossen wir den Sonnenuntergang auf den Container Hafen. Mein Tageshighlight war das anschliessende Essen beim Italiener. Richtige Pizza mit Caprese Salat. Himmlisch!

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Um die Verdauung ein wenig anzuregen liefen wir auf dem Heimweg durch den Nachtmarkt an der Tempel Street. Ab 21:00 Uhr verwandelt sich die Strasse in einen riesigen Markt auf dem es allerlei Dinge zu kaufen gibt.

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Hongkong ist der Name einer Metropole und Sonderverwaltungszone an der Südküste der Volksrepublik China. Der Stadtteil Central im Norden der Insel Hongkong ist das Finanz- und Geschäftszentrum der Stadt. Der bevölkerungsreichste Stadtteil und kultureller Mittelpunkt ist die Halbinsel Kowloon südlich der New Territories. Das an der Mündung des Perlflusses auf einer Halbinsel und 262 Inseln gelegene Territorium war bis 30. Juni 1997 eine britische Kronkolonie und wurde vertragsgemäß am 1. Juli 1997 an China zurückgegeben. Im Rahmen der von Deng Xiaoping entwickelten Doktrin Ein Land, zwei Systeme bleibt das demokratisch marktwirtschaftliche System Hongkongs mindestens 50 Jahre neben dem autoritären sozialistischen System der Volksrepublik China bestehen, so dass Hongkongs Rolle als eines der Finanzzentren Asiens gesichert bleibt. Diese Autonomie erlaubt es Hongkong zwar, seine eigenen Gesetze, Zölle sowie seine eigene Währung zu haben, dennoch mischt sich die Regierung in Peking häufig in die Innenpolitik ein. So wird der Chief Executive durch ein von der Volksrepublik China bestimmtes Wahlkomitee gewählt. Von den 1.104 km² Fläche sind nur etwa 25 % urbanisiert. Dies liegt vor allem an dem sehr bergigen Relief mit vielen steilen Hängen; nur im Norden der New Territories finden sich größere Ebenen. Die höchste Erhebung ist der Tai Mo Shan mit 958 m, der Victoria Peak ist mit 552 m der bekannteste Berg Hongkongs.
Hongkong ist hinsichtlich der Bevölkerungszahl die drittgrößte Metropolregion der Volksrepublik China. Das besiedelbare Territorium Hongkongs gehört, nach Monaco mit rund 16.000 Einwohner pro km², zu den am dichtesten besiedelten Gebieten der Welt, wobei die Bevölkerungsdichte des gesamten Territoriums immer noch bei etwa 6.700 Einwohner pro km² liegt.
Die Bevölkerung hat sich in den letzten 60 Jahren etwa verzwölffacht (von 600.000 im Jahre 1945 auf 7 Millionen 2005) und in 160 Jahren vertausendfacht (von 7.500 im Jahre 1841), was vor allem auf die Einwanderung aus China zurückzuführen ist. Obwohl die chinesische Ein-Kind-Politik nicht in Hongkong gilt, liegt die Kinderzahl pro Frau nur bei 0,9, dem zweitniedrigsten Wert weltweit vor Macao, ebenfalls eine Sonderverwaltungszone Chinas. Das Bevölkerungswachstum liegt, vor allem durch Zuwanderung aus China, heute bei etwa 0,8 % (2005); die durchschnittliche Lebenserwartung gehört mit über 80 Jahren zu den höchsten der Welt.
Laut der Forbes-Liste der World’s Most Expensive Cities To Live von 2009 gilt Hongkong als eine der Städte mit den höchsten Lebenshaltungskosten der Welt.
Die Bevölkerung von Hongkong muss sich bereits seit Jahrzehnten mit sehr geringem Wohnraum zufriedengeben.
1699 gelangte die britische Ostindien-Kompanie zum ersten Mal nach China. Im Jahr 1711 wurde ein fester Handelsstützpunkt in Guangzhou gegründet.
Als die Briten begannen, Opium nach China einzuführen, führte dies zum ersten Opiumkrieg und schließlich zur Besetzung Hongkongs durch die Briten 1841. Ein Jahr später wurde das Gebiet mit dem Vertrag von Nanking offiziell von China an die Besatzer abgetreten, wodurch der Weg Hongkongs zur britischen Kronkolonie im Jahr 1843 geebnet wurde. 1860 folgte die Abtretung Kowloons und am 9. Juni 1898 wurde das Gebiet nördlich Kowloons bis zum Shenzhen-Fluss (die New Territories) sowie weitere 235 Inseln auf 99 Jahre gepachtet, um die Versorgung der Kronkolonie mit Wasser und Nahrungsmitteln zu gewährleisten und um das Gebiet militärisch abzusichern.
Durch die Handelsliberalisierungen, die nach den Opiumkriegen durchgesetzt worden waren, entwickelte sich Hongkong zu einer wichtigen Freihandelszone in Ostasien.
Am 1. Juli 1997 übernahm die Volksrepublik China die Kontrolle über Hongkong. Seitdem ist Hongkong eine Sonderverwaltungszone mit einem hohen Maß an Autonomie.
Die beiden Amtssprachen Hongkongs sind Englisch und Kantonesisch, das zu den chinesischen Sprachen gehört und in der chinesischen Schrift geschrieben wird. In Hongkong werden jedoch wie in Taiwan und Macao, im Unterschied zu China und Singapur, traditionelle Schriftzeichen verwendet. Zudem gibt es Schriftzeichen, die ausschließlich in Hongkong verwendet werden.In Hongkong wird fast jede Religion praktiziert. In der chinesischen Bevölkerung dominieren die buddhistische und die konfuzianistische Weltanschauung, mehr als 10 % der Einwohner (meistens ethnische Chinesen) sind Christen. Dementsprechend gibt es auch eine große Anzahl an religiösen Stätten aller verschiedenen Weltanschauungen.
Pünktlich um 10:00 Uhr standen wir am Montag beim Pier. Auf einem traditionellem Boot machten wir eine Tour durch die riesige Hafenanlage und die vielen Buchten. Viele Fischer leben das ganze Jahr durch auf ihren Hausbooten. Während der Taifunsaison von April bis Oktober sind die Boote meistens in einem sicheren Hafen untergebracht. Neben all den Wolkenkratzern und Fischerbooten kam ich mir wie eine Ameise im Garten vor.

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Nach einer kleinen Stärkung im Restaurant fuhr uns ein Bus nach Lantau Island, wo wir mit der Gondelbahn auf Ngong Ping hoch fuhren. Dort liegt auf 500 M.ü.M. der Tempelkomplex Po Lin mit der bronzenen Tian Tan Buddhastatue. Die grösste Statue eines sitzenden Buddhas der Welt unter freiem Himmel, zu der 260 Stufen hoch führen.

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Von dort aus ging es runter an den Strand in das kleine Fischerdorf Tai O. Der Shrimpsgeruch steigt einem schon auf dem Parkplatz entgegen. Es ist vorallem für seine Shrimpspaste berühmt.

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Die Fähre brachte uns am Abend wieder zurück nach Central. Meine Mutter hatte extra ein Einzelzimmer für mich reserviert. Mit Fernseher und eigenem Bad. Ich genoss diesen Luxus in vollen Zügen. Das gute Fernsehprogramm sorgte für schlaflose Nächte. Man muss die Situation ausnutzen. Gleich an der Ecke zu unserem Hotel befand sich ein Starbucks Coffe. Das Einkehren dort wurde bald schon zu unserem neuen Morgenritual. Zwischendurch leisteten wir uns aber auch einen Besuch am Frühstücksbuffet im Hotel.

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Mit viel Koffein im Blut machten wir uns am nächsten Tag auf um den nördlichen Teil von Kowloon zu erforschen. Zuerst kam der Jade Markt. Dort werden allerlei Produkte aus Jade in allen Farben angeboten. Handeln gehört auch hier dazu. Nach all den unzähligen Basars und Märkten im Mittleren Osten und Zentralasien, hat man schon ziemlich Übung in dem Buisness. Etwas weiter in nordöstliche Richtung liegt der Blumenmarkt. Riesige, wunderschöne Orchideen und tropische Blumen, die ich sonst noch nie gesehen habe, sieht man hier. Direkt dahinter kommt der Vogelmarkt. Die Vögel werden in enorm kleinen Käfigen gehalten. Fliegen ist darin unmöglich. Uns allen gefiel durch die Art und Weise, wie die Tiere behandelt werden dieser Markt nicht besonders.

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Mein kulinarischer Höhenflug kam an diesem Abend. Wir besuchten das Swiss Chalet Restaurant. Max Liechti, der Besitzer, lud uns nach einem köstlichen Fondue mit Qüöllfrisch und Rivella noch an die Bar ein. Er ist vor über zwanzig Jahren als Chefkoch nach Hongkong gekommen. Den gesamten Inventar des Restaurants hat er seinem ehemaligem Arbeitgeber irgendwann abgekauft und an neuer Adresse wieder aufgebaut. Nach 9 Monaten ohne Schweizer Küche, war dies einfach mega für mich. Mit einem richtig grossem Käseklumpen im Magen ging es zurück ins Hotel.

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Hongkong ist aufgrund seiner niedrigen Steuern sowie der zahlreichen glitzernden Einkaufszentren ein Einkaufsparadies vor allem für Touristen aus Japan. Lange Zeit galt die Stadt auch als idealer Ort für den günstigen Erwerb von Elektronikartikeln, was sich jedoch längst relativiert hat.
Wir stürzten uns am darauffolgendem Tag in Causeway Bay in das Einkaufsgetümmel. Die Shoppingmalls sind teilweise riesig und die Chinesen scheinen den Kitsch richtig zu lieben. Jede Marke ist in Hongkong vertretten. In den klinisch sauberen Plattenbauten wo alles glizert und glänzt, kommt man sich als Velonomade ziemlich doof vor. Vielleicht besorge ich mir für die nächste Tour verchromte Felgen oder so. Die ganzen Fussgängerzonen waren überfüllt mit Leuten. Aber trotz der riesigen Menge geht alles sehr diszipliniert vor. Weder in der Metro noch auf der Rolltreppe wird gedrängelt. Alle warten ruhig, bis sie aufschliessen können. Das nenne ich gut erzogen! Hihi. Den Sonnenuntergang genossen wir in der Sky Lobby vom Central Plaza.

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Punkt 9:00 Uhr startete am nächsten Tag der Ausflug in die New Territories. Der Bus brachte uns zuerst zum Zehntausend Buddha Kloster nach Sha Tin. Buddhismus, Taoismus und Konfuzianismus sind hier alle vereint. In verschiedenen Gebäuden sind die einzelnen Glaubensrichtungen untergebracht. Die farbigen Blumendekorationen sehen gewaltig schön aus. Die Taoisten haben einen andere Art von Sternzeichen, wie im bekannten Tierkreis. Sie haben 60 Götter, die jeweils immer für ein Jahr stehen. Mein Jahrgangs- Gott hat in den Augen zwei Hände. Komischer Gott.

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Anschliessend führte die Tour auf den Tai Mo Shan, welcher mit 957m Hongkongs höchster Berg ist. Leider verhüllte die Dunstglocke über der Stadt die Aussicht. Es folgte eine ausgedehnte Tour durch kleine Dörfer und Naturschutzgebiete. Hier wurde mir langsam bewusst, wie grün Hongkong eigentlich ist.
Nach einem Nachtessen im deutschen Biergarten besuchten wir erneut den Nachtmarkt. Die ausgedehnten Spaziergänge bin ich mir nach so langer Zeit im Sattel nicht mehr richtig gewohnt. Es tat richtig gut, mal wieder andere Muskeln zu benutzen.

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Am Freitag besuchten wir neben dem Victorias Park auch den Tempel Tin Hau. Tin Hau ist eine der beliebtesten Gottheiten im meeresnahen Südchina. Zu den Pflichten der Himmelskönigin gehört es unter anderem, die Seeleute zu beschützen. Allein in Hongkong sind ihr beinahe 60 Tempel gewidmet.

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Mutti überraschte uns am Abend mit einem erneuten Besuch im Swiss Chalet. Man fühlt sich bei Max richtig zu Hause.
Pia und Dominic wollten am nächsten Tag sich ein wenig erholen. So ging es halt nur zu zweit mit der Metro ins Disneyland. Auch im fortgeschrittenem Alter macht so etwas noch spass. Durch den Silvestertag hatte es nicht so viele Leute und wir kamen voll auf unsere Kosten. Wir waren beide überrascht wie viele Geschichten wir von Walt Disney erkannten. Es gab viel zu lachen und haufenweise amüsante Momente. Am Abend blieben wir so lange, dass wir beinahe das Nachtessen bei Max mit Pia und Dominic verpasst hätten.

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Anstatt das riesige Neujahrsfeuerwerk mit tausenden anderen Leuten anzuschauen, entschlossen wir uns für die gemütlichere Variante im Swiss Chalet. Mit Kafi Luz zelebrierten wir das neue Jahr. So weit weg von Zuhause habe ich noch nie Silvester gefeiert. Jedem der mal nach Hongkong kommt, kann ich einen Besuch bei Max im Swiss Chalet nur wärmstens empfehlen. Vielen Dank Max für die tolle Gastfreundschaft.

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Zuerst fuhren wir am nächsten Tag mit der Central- Mid Level Hillside Rolltreppe, die längste der Welt hoch zum Botanischen- und Zoologischen Garten. Dieser beeindruckte uns nicht sonderlich und so waren wir bald an der Talstation des Peak Trames.

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Die Standseilbahn fährt in kürzester Zeit von Central aus auf den 552m hohen Victorias Peak. Hongkongs Hauptattraktion. Vom Peak Tower aus kann man einen 3,5 Kilometer langen Rundweg entlang laufen und dabei die Aussicht auf die Stadt geniessen. Besonders die Aussicht bei Nacht von der Skyterrasse war für mich sensationell.

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Den letzten gemeinsamen Tag verbrachten wir mit einem Ausflug in den Ocean Park. Neben einem grossen Aquarium kann man auch eine Panda- und eine Regenwaldhalle besichtigen. Für mich war dies ein schöner Abschluss unserer zehn tägigen gemeinsamer Zeit in Hongkong.

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Nach einem letzten Nachtessen im Hotel kam der Augenblick des Abschieds. Die Tränen flossen in strömen. Vielen vielen Dank Mami, Pia und Dominic für die schöne Zeit in Hongkong!
Die Chinesen liessen mich am nächsten Tag wieder problemlos in ihr Land zurück und mein Velo wartete brav in der Jugendherberge in Guangzhou. Nach fast einem Monat Erholung geht es jetzt westwärts. Immer schön in die Wärme. Ein grosses Dankeschön an dieser Stelle auch an all die schönen Neujahrswünsche. Happy New Year!

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